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Ein Dorf erfindet Gemeinschaft neu

Fünf Jahre MAJA

Mandelsloh – Mit Musik, Eis und bewegenden Worten hat MAJA – Mandelsloh für Jung und Alt – am 10. April seinen fünften Geburtstag gefeiert. Rund um die St.-Osdag-Kirche in Neustadt-Mandelsloh zeigte sich, was dieses Projekt prägt: Begegnung, Nachbarschaft und das Gefühl, Teil eines lebendigen Miteinanders zu sein. Fünf Jahre nach dem Start ist MAJA mehr als ein Wohnangebot – es ist gelebte Dorfentwicklung.

Die Idee: Gemeinsam statt nebeneinander

MAJA wurzelt im lokalen Engagement. Die Rieckenbergstiftung Mandelsloh initiierte das Projekt, um den Herausforderungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum zu begegnen – konkret im Dorf, gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Wiebke Messerschmidt spielte eine zentrale Rolle. Als Projektkoordinatorin und treibende Kraft führte sie MAJA von der Idee bis zur Umsetzung. Die Grundidee: ein Ort, an dem Menschen auch im Alter in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können – eingebunden in ein funktionierendes soziales Umfeld.

Ein Quartier mit vielen Facetten

Heute gehört MAJA zur DiaVita Leine-Mittelweser, einem Unternehmen der Dachstiftung Diakonie. Das Projekt kombiniert barrierearme Wohnungen, ambulante Pflegeangebote und eine Tagespflege. Insgesamt entstanden 18 Wohnungen und eine Einrichtung mit 20 Tagespflegeplätzen. Entscheidend ist das Zusammenspiel mit dem Dorf. Schule, Kindertagesstätte, Kirchengemeinde und Vereine sind aktiv eingebunden. MAJA versteht sich als offenes Quartier – nicht als abgeschlossene Einrichtung.

Alltag der Begegnung

Das Konzept funktioniert dank des Quartiersmanagements. Nicole Kilian, Quartierskoordinatorin seit den Anfangsjahren, organisiert Begegnungen und Aktivitäten: von Ausflügen über Bewegungsangebote bis zu kreativen Projekten mit Kindern. So entstehen generationenübergreifende Kontakte. Kinder besuchen ältere Menschen, gemeinsame Veranstaltungen vereinen das Dorf, und Hilfe im Alltag ergibt sich oft ganz selbstverständlich. Das Leitmotiv „gemeinsam statt einsam“ wird hier konkret gelebt – und zeigt Wirkung: Teilhabe, Lebensqualität und soziale Einbindung wachsen spürbar.

Professionell organisiert – lokal getragen

MAJA zeigt, wie professionell organisierte Strukturen und bürgerschaftliches Engagement ineinandergreifen. Die operative Trägerschaft liegt bei der DiaVita Leine-Mittelweser, während die Impulse aus dem Ort kommen. Die enge Verzahnung mit lokalen Akteuren und die kontinuierliche Koordination durch das Quartiersmanagement sorgen dafür, dass Angebote nicht nur bestehen, sondern sich weiterentwickeln.

Ein Jubiläum mit Signalwirkung

Die Feier am 10. April spiegelte dieses Zusammenspiel wider: Andacht, Musik, persönliche Worte und viele Begegnungen prägten den Tag. Sie zeigten, wie stark das Projekt im Ort verankert ist – und wie sehr es von den Menschen lebt, die es gestalten.

Nicht zuletzt würdigte man die Leistung derjenigen, die MAJA aufgebaut haben und bis heute prägen: von der konzeptionellen Arbeit einer Wiebke Messerschmidt bis zur kontinuierlichen Netzwerkarbeit von Quartiersmanagerin Nicole Kilian.

Blick nach vorn

Fünf Jahre nach dem Start zeigt sich: MAJA ist keine kurzfristige Initiative, sondern eine nachhaltige Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen. Es verbindet Generationen, stärkt das Miteinander und gibt dem Begriff „Dorfgemeinschaft“ eine neue, zeitgemäße Bedeutung.

Mandelsloh hat gezeigt, was möglich ist, wenn ein Dorf, eine Stiftung und ein professioneller Träger zusammenwirken. Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen – und wo jemand den Mut hat, damit anzufangen.

Und genau das ist in MAJA seit fünf Jahren täglich zu erleben.

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